Am 01. Januar letztes Jahr habe ich mich als Koordinatorin mit Hospiz2.0 auf neue Wege in der Hospizarbeit begeben. Wenige Wochen später, am 08. Februar 2022, meinen ersten Blogbeitrag hier auf Palliativkultur.de mit dem Titel „Los geht´s“ geschrieben.

In den vergangenen 18 Monaten ist viel passiert und ich war mit vielen Menschen gemeinsam unterwegs. Dabei habe ich meinen Rucksack mit wertvollen, interessanten, neuen und aufregenden Ereignissen und Begegnungen füllen können.

Die zunehmenden Lockerungen in Bezug auf Corona haben viele Dinge erleichtert, wie z. B. die Gruppenabende, die Teilnahme an Veranstaltungen und den Vorbereitungskurs „Meine Pilgerreise“. So konnte ich gemeinsam mit dem Team von Palliativkultur + Hospiz unsere Arbeit intensivieren und sichtbar machen.

In der Hospizarbeit sind wir es gewohnt, mit Abschieden und Veränderungen umzugehen. Manchmal sind Abschiede vorhersehbar, manchmal kommen sie plötzlich.

Für den Hospizdienst und das Team von Palliativkultur und Hospiz kam es eher plötzlich, als ich im März angekündigt habe, dass sich mein Privatleben ab dem Sommer verändern und ich mit meiner Familie an einen anderen Ort ziehen werde. Dieser andere Ort liegt in einem anderen Landkreis und ist der Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Auch mein Mann hat dort seine Wurzeln und so hat es für uns etwas von „nach Hause kommen“.

Über 20 Jahre bin ich an unterschiedlichen Stationen mit unterschiedlichen Menschen gemeinsam unterwegs gewesen und nun schließen sich manche Kreise wieder. Darauf freue ich mich und wie bei jedem Abschied gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge.

Ich gehe nun weiter, zu neuen Begegnungen, Menschen, Ereignissen und Orten und trage dabei in meinem Rucksack eine große Dankbarkeit über das, was ich auf der Etappe auf meinem Lebensweg mit Palliativkultur + Hospiz erleben durfte.

Und daher passt auch heute wieder die Liedzeile:

„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. (EG 395) 1“.